Die Grundlage der Entwicklungsförderung ist das Vertrautwerden mit dem Kind und seiner spezifischen Situation. Die Einzigartigkeit jeder Situation eines Kindes und seiner Familie
erfordert ein hohes Maß an individueller Gestaltung der Hilfe. Hierbei spielt die Einbeziehung der Bezugspersonen / Eltern eine wichtige Rolle. Das heißt die „Arbeit“ findet auch in und mit der Familie statt.Bei der
Entwicklungsförderung geht es mir nicht um ein Training von Einzelfunktionen, sondern darum im gemeinsamen Spiel dem Kind die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Handeln, Entdecken und Experimentieren anzubieten. Wichtig
erscheint mir dabei das Schaffen von Situationen, in denen das Kind sich und sein Handeln positiv erlebt, Freude und Selbstbestätigung empfindet und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erfährt.
Die Wirksamkeit der
Entwicklungsförderung wird weniger durch die Wahl der „richtigen Methode“ bestimmt sondern ist vielmehr von der Art der „Vermittlung“ abhängig. Es wird davon ausgegangen, das die Qualität der Beziehungsgestaltung, des
Dialoges zwischen Kind, Eltern und Mitarbeiter eine erfolgreiche Förderung ausmachen. (vgl. Leyendecker 1998)
Eine verlässliche, akzeptierende und ehrliche Beziehung ist somit die Voraussetzung für das Gelingen einer
Maßnahme.
Zwischen den am Förderprozess beteiligten Personen bzw. Institutionen ist eine fachübergreifende Zusammenarbeit erforderlich.