Das allgemeine, umfassende Ziel der Frühförderung besteht darin, das Entwicklungspotential des Kindes nutzbar zu machen.
Wesentliche Kennzeichen, die die Frühförderung von anderen Behandlungsformen (z.B. Spieltherapie, Logotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie) unterscheiden, sind: 1. Frühförderung
beinhaltet eine umfassende Förderung der Person des Kindes. Die ganzheitliche Förderung bezieht sich auf die Erfahrung, dass viele Teilleistungsstörungen unklaren Ursachen haben und sowohl
gezielte Behandlung der Teilstörung als auch eine umfassende Behandlung erfordern, die im Schwerpunkt eine Förderung des Selbstwertgefühls zum Ziel haben. 2. Die verschiedenen Beteiligten
werden zusammen erlebt und in die Frühförderarbeit mit einbezogen. Das Kind wird in der Umgebung zu Hause im Umgang mit Eltern und Geschwistern wahrgenommen, beurteilt und gefördert. Das Kind
wird ebenso im Umgang mit Gleichaltrigen im Kindergarten wahrgenommen, beurteilt und gefördert. Wichtige Arbeitsmittel sind die Beratung und Anleitung der Eltern und der abgestimmte
Informationsaustausch zwischen Eltern, Kinderarten und behandelndem Kinderarzt. |
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Frühförderung wird in der Regel als Einzelförderung
durchgeführt. In der Einzelsituation wird gezielt auf die besonderen Bedürfnisse und den Kenntnisstand des Kindes eingegangen. Defizite, die in der Gruppe das Zusammensein und die Kommunikation erschweren, werden in der Einzelsituation behandelt. Das Kind wird ernst genommen und steht im Mittelpunkt. Es kann sich Erfolge erarbeiten und profitiert in seinem Selbstwertgefühl. Es kann seine Handlungen selbst bestimmen, erfährt Wertschätzung, Verlässlichkeit und Vertrauen in einer angstfreien Umgebung. Das Erleben einer positiven Beziehung ist ein wesentlicher Bestandteil und wirksames Mittel in der Frühförderung.
Die Arbeit der Frühförderer ist gekennzeichnet durch die folgenden zwischenmenschlichen Grundhaltungen und Fähigke
- Interesse an der Entwicklung des Kindes |
- respektvolle Haltung gegenüber dem Kind |
- Bereitschaft zur Aufnahme einer tragfähigen Beziehung |
- Fähigkeit zur Empathie und Akzeptanz |
- kritische Reflexion eigener Denk- und Handlungsweisen |
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