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Heilpädagogische Kinderhilfe und Mehrmediale Therapie e. V.

Heilpädagogische Frühförderung in Bielefeld und Gütersloh

Praxen für Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie

Das Haus der Frühförderstelle

Heilpädagogische Frühförderung

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Welche Kinder haben Anspruch auf Frühförderung?
Was für eine Förderung ist Frühförderung?
Wer führt die Frühförderung durch?

Wo findet die Frühförderung statt?
Wie geht die Antragstellung?
Worauf wird in der Frühförderung Wert gelegt?

Welche Kinder haben Anspruch auf Frühförderung?

Die Frühförderung in unserer Einrichtung ist eine Förderung für Kinder, die in ihrer Entwicklung verzögert sind. 

Diese Kinder sind z.B. nicht so schnell im Erlernen der Sprache, des Laufens oder des Spielens wie andere gleichaltrige Kinder. 

Manche Kinder lernen in allen Bereichen langsamer oder können sich nur kurz konzentrieren. Es kann auch sein, dass sie besonders schüchtern sind, besondere Verhaltensweisen haben oder unter den Folgen von Krankheiten oder Geburts- umständen leiden. So kann sein, dass ein Kind zu früh geboren ist und daher einen schweren Start ins Leben hatte.

Auch Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung können bei uns Frühförderung bekommen.

Frühförderung kann für Kinder ab der Geburt bis zum Eintritt in die Schule durchgeführt werden.

Die Frühförderung ist für die Eltern kostenfrei.

Was für eine Förderung ist Frühförderung?

Die Förderung ist an den Ideen der Heilpädagogik ausgerichtet.

Das Kind soll sich in seiner gesamten Persönlichkeit und mit seinen Fähigkeiten in den verschiedenen Bereichen der kindlichen Entwicklung möglichst gut entfalten und entwickeln können.

Es ist eine pädagogische Förderung, die auf das Erleben und Erlernen neuer Fähigkeiten und Möglichkeiten abzielt. Es ist keine medizinische oder psychologische Therapie.

Wer führt die Frühförderung durch?

Die Fachkräfte in unserer Frühförderstelle kommen aus verschiedenen pädagogischen und therapeutischen Berufen:

  • Dipl.-Sozialpädagogik,
  • Dipl.-Pädagogik,
  • Dipl.-Psychologie,
  • Ergotherapie,
  • Heilpädagogik,
  • Kinderkrankenpflege,
  • Logopädie,
  • Physiotherapie,
  • Reha-Wissenschaft
  • Sprachheilpädagogik.

Bei der Förderung eines Kindes können die einzelnen KollegInnen sich gegenseitig fachlich beraten und unterstützen.

Wo findet die Frühförderung statt?

Die Frühförderung kann entweder in unseren Räumen, bei dem Kind zu Hause oder im Kindergarten stattfinden.

An den Frühförderstunden nimmt die Förderfachkraft, das Kind und nach Absprache ein Elternteil teil.

Inhalte und Ort der Förderung werden mit den Eltern besprochen.

Wie geht die Antragstellung?

Die Eltern müssen kein Geld für die Frühförderung bezahlen. Die Kosten für die Frühförderung werden je nach Wohnort von der Stadt Bielefeld oder dem Kreis Gütersloh übernommen. Dafür muss von den Eltern des Kindes zuerst ein Antrag bei der Stadt oder dem Kreis gestellt werden.

Die Eltern werden bei der Antragstellung von der Frühförderstelle beraten und unterstützt.
 

Gemeinsam wird in einem Gespräch überlegt, ob eine Frühförderung notwendig ist oder ob andere Unterstützungen für das Kind und die Familie sinnvoller sind. Das Gespräch kann zu Hause in der Familie, in der Frühförderstelle oder im Kindergarten durchgeführt werden.

Die Antragstellung erfolgt in Bielefeld über die Fachstelle Frühförderung im neuen Rathaus und in Gütersloh über die Fachstelle im Kreishaus in Rheda-Wiedenbrück.

Die Stadt Bielefeld bzw. der Kreis Gütersloh teilt nach der Prüfung des Antrags mit, für welchen Zeitraum und mit wie vielen Stunden pro Woche die Frühförderung durchgeführt werden kann. Häufig wird für die Dauer eines Jahres im Umfang von 1-2 Stunden pro Woche bewilligt. Wenn es nötig ist, kann ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden.

Worauf wird in der Frühförderung Wert gelegt?

Gefördert wird die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit des Kindes. Das Kind soll die Möglichkeiten entfalten können, die in ihm stecken. Dazu ist es wichtig, die Bezugspersonen des Kindes in der Familie in die Förderung mit ein zu beziehen.

Das erste Ziel der Förderung besteht im gegenseitigen Kennenlernen. Es wird eine Atmosphäre hergestellt, in welcher das Kind sich wohl fühlen und Vertrauen entwickeln kann. Ein wichtiger Bestandteil der Frühförderung ist die Mitarbeit der Eltern bei der Förderung. Es ist wichtig in das Gespräch zu kommen und einen Austausch im Hinblick auf Fragen der kindlichen Entwicklung zu beginnen.

In der Zeit des Kennenlernens entfalten sich die kindlichen Spielthemen.

Je nach Persönlichkeit und Entwicklungsstand des Kindes knüpfen wir bei der Auswahl der Förderangebote an den kindlichen Themen an. Bei der Durchführung der Spiele und Aufgaben sind eine Vielzahl von Zielen eng miteinander verbunden. Das Kind soll lernen im spielerischen Rahmen etwas aus zu wählen, sich mit eigenen Ideen aus zu probieren und dabei seine Erfahrungen zu machen. Selbst verursachte Erfolge im Spiel können erlebt, wiederholt und gefestigt werden. Dadurch steigt das Vertrauen in die eigene Fähigkeiten, das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen. Ein gesundes Selbstvertrauen hilft bei der Bewältigung von neuen Entwicklungsschritten. Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sollen erlebt werden.

Die kindliche Selbstständigkeit und Leistungsbereitschaft sollen entwickelt und gefestigt werden. Das Kind soll auch Wege finden sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Die Entwicklung der Gefühle, Platz für kindliche Neugierde, aber auch die altersentsprechende Beherr- schung von Wünschen und Gefühle stellen ein wichtiges Ziel in der Förderung dar. Dies ist auch die Grundlage für die Fähigkeit Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen, mit anderen Kindern zu spielen, sich zusammen zu freuen, zu helfen, zu teilen und Anteil zu nehmen an den Erlebnissen anderer.

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